Räucherstäbchen

Tiefenentspannung durch Räucherstäbchen


Wenn es um das Verbrennen von Räucherwerk geht weiß man mittlerweile, dass die Ursprünge in nahezu allen Kulturen weit zurückreichen. In der alten hinduistischen Tradition dient das Verbrennen von Räucherstäbchen bis heute der Ehre der Götter. Die Buddhisten, die diese Zeremonie mit übernommen haben, ehren damit den Buddha, womit kein Gott, sondern die höchste Stufe des Menschseins gemeint ist. Auch in der christlichen Tradition kennt man das Verbrennen von Räucherwerk, hier mehr das Auflegen duftender Baumharze auf glühende Kohlen. Die Katholiken begleiten das kirchliche Hochamt durch den Duft von Weihrauch. Und immerhin war es das Jesuskind, das Rauchwerk, Weihrauch und Myrrhe, von den Weisen aus dem fernen Morgenland neben Gold und anderen Kostbarkeiten geschenkt bekam. Auch die alten nordischen Kulturen verbrannten Baumharze, um sich an ihrem entstehenden, wohlriechenden Duft seelisch zu reinigen und den Geist spirituell zu erhellen. Und nicht zu vergessen die alten Ägypter, die ihren Totenkult durch Räucherwerke begleiteten. Auch die indianische Kultur Nord- und Lateinamerikas kennt das Räuchern. Nahezu alle menschlichen Kulturen bedienen sich dieser Tradition, um daraus spirituelle Kraft zu tanken oder Festakte zu Ehren einer Gottheit zu krönen.

Das Räuchern verbindet die in verschiedene Kulturen aufgeteilte Menschheit zwar, der Unterschied liegt allerdings in der Technik. In der indianischen Kultur wird Rauch einmal über eine Pfeife inhaliert. Dann gibt es die zweite Variante, wo Nadelholzzweige und andere Pflanzen auf glühenden Steinen verbrannt werden, während der Krieger zum Zwecke der spirituellen Reinigung in einem verschlossenen Zelt sitzt und schwitzt. Sehr verbreitet in vielen Kulturen ist das Verbrennen von Pflanzen und Baumharzen auf glühenden Kohlen. Das Abbrennen von gepresstem Räucherwerk in Form von Räucherstäbchen geht auf eine asiatische, vornehmlich indisch-tibetische Entwicklung zurück. Hier wird eine Paste hergestellt, die aus zerkleinertem Räucherwerk, Wasser und Ölen und diversen anderen Zutaten besteht, und sie wird auf ein Holzstäbchen aufgetragen und getrocknet. Im getrockneten Zustand können diese Räucherstäbchen nun angezündet und abgebrannt werden, wobei sich ein angenehmer Duft entwickelt. Eine ähnliche Technik wenden auch sächsische Traditionsunternehmen an, die sich darauf spezialisiert haben, ihre berühmten Räucherkegel herzustellen. Hierbei wird die Paste jedoch nicht auf ein Stäbchen aufgetragen, sondern in eine Kegelform gepresst und getrocknet. Diese Räucherkegel sind äußerst beliebt zur Weihnachtszeit und in vielgestaltigen Räuchermännchen können sie abgebrannt werden und ihren angenehmen Duft verbreiten.


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